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Jörg Brinkmann
 

Jörg Brinkmann – Reisebusfahrer aus Leidenschaft

6 Fragen und Antworten

Jörg Brinkmann, auch bekannt als der „Lenker der Nationen“ wenn er die internationalen Fußballteams im Rahmen des Stemweder Pfingstturnier hin und her kutschiert, ist bereits seit 21 Jahren für Sandmöller Reisen auf der Straße unterwegs. Bei unseren Gästen ist er besonders wegen seiner lockeren Art und Hilfsbereitschaft beliebt: „Tach, steigt ein! Ich fahre euch nach XXX.“

Im Interview hat uns der 51-Jährige heute sechs Fragen beantwortet:

Wie bist du auf den Beruf des Reisebusfahrers gekommen?
Einmal durch meinen Vater. Der ist Fahrlehrer und ich musste bei ihm alle Scheine machen und dann auch durch die Bundeswehr.

Was macht dir an dem Beruf am meisten Spaß?
Dass es nicht immer das Gleiche ist. Es ist immer wieder etwas anderes, immer was Neues und man hat immer wieder mit anderen Menschen zu tun.

Was ist für dich die größte Herausforderung an diesem Beruf?                  
Umso kleiner umso enger umso schöner.
Wie meinst du das?
Enge Straßen und Winkel, in die andere Menschen mit ihrem PKW hineinfahren und schon Angst bekommen, befahre ich mit dem Bus. (Ein wenig Stolz klingt in Jörgs Stimme mit)

Was ist dein Lieblingsreiseziel?
Berlin!
Warum?
Weil ich mich da mittlerweile besser auskenne als hier. Hier muss ich nach den Straßen fragen, dort weiß ich Bescheid. Das ist das Schönste an der ganzen Geschichte. Und die Leute – die sind super, man kennt sich.
Wen meinst du damit?
Z. B. die Mitarbeiter in unseren Partnerhotels. Die kenne ich alle, man braucht nichts mehr zu sagen oder erklären. Die wissen Bescheid. Genauso wie die Polizisten auf den Parkplätzen, die wir immer ansteuern. Wir sind ein eingespieltes Team.
Und jedes Mal ist Berlin anders, immer gibt es etwas Neues. Dort kann man auch nicht nach Navi fahren weil diese oder jene Straße gesperrt ist. An Berlin könnte ich mich wirklich gewöhnen – sogar zum Leben. Ich würde dort sofort hinziehen.
Als Landei in so eine Riesenmetropole?
Ja, kein Problem. Ich habe dort auch schon einmal drei Monate gelebt.
Ja? Warum?
Ich habe damals eine Bäckerausbildung gemacht, um damit in die Bundeswehr zu kommen. Damals musste man eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, um sich bei der Bundeswehr verpflichten lassen zu können. Egal was, Hauptsache abgeschlossene Berufsausbildung. Nach der Ausbildung hatte ich dann noch drei, vier Monate Zeit und bin als Zimmermann für eine heimische Firma in Berlin auf Montage gewesen.

Was macht deiner Meinung nach einen guten Busfahrer aus?
Heute oder früher?
Beides – Was hat sich denn geändert?
Heute ist den meisten Fahrern vieles egal, da wird sich keine Mühe mehr gegeben oder Rücksicht genommen. Es ist schwer heute gute Reisebusfahrer zu bekommen.
Wann ist man denn nun ein guter Reisebusfahrer?
Ich würde sagen nach 10 Jahren. Erst dann weiß man wirklich Bescheid und kennt sich aus. Wenn man denn überhaupt solange durchhält…

An welche lustige Geschichte auf deinen Fahrten erinnerst du dich?
*Lacht* Oh, das darf ich hier gar nicht erzählen. Wir Busfahrer haben ja auch so etwas wie eine Schweigepflicht. Aber es waren viele…

Noch ein aktuelles Thema mit dem man sich mittlerweile leider auch im Tourismus und Reiseverkehr auseinandersetzen muss: Terroranschläge! Hast du Angst davor?
Nö! Habe ich nicht. Warum auch. Wenn was passiert, dann passiert es. Ich kann deswegen ja nicht immer zu Hause bleiben. Das geht im Beruf nicht, das geht privat nicht.
Deswegen darf man sich keine Angst machen lassen. Früher oder später beißen wir eh alle ins Gras!

 

 

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